Wohn-Riester- Altersvorsorge mit staatlicher Förderung

Wohn-Riester, EigenheimrenteWohn-Riester oder auch Eigenheimrente ist eine Form der Altersvorsorge, welche die Schaffung von selbstgenutztem Wohneigentum fördert. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Grundlagen wurden im so genannten Eigenheimrentengesetz rückwirkend zum 1. Januar 2008 verabschiedet und auf den Weg gebracht. Sie ergänzte die bereits bestehende allgemeine Riester-Rente.

Ziele von Wohn-Riester

Ein grundlegendes Anliegen war die Einbeziehung von selbstgenutztem Wohnraum in die bestehende Altersvorsorge mit staatlicher Förderung. Letztlich eine zusätzliche Säule der privaten Vorsorge.

Wohn-Riester (Eigenheimrente): Was wird gefördert?

Die Förderung von Wohnriester beinhaltet:

  • Kauf oder Bau eines selbstgenutzten Wohnobjektes,
  • Umbaumaßnahme um die bestehende Immobilie barrierefrei zu gestalten. (behinderten- oder auch altersgerecht),
  • Ablösung eines bestehenden Immobilienkredites (Entschuldung) mit dem geförderten Guthaben des Altersvorsorgekontos,
  • eine Wohnung im Rahmen einer im Register eingetragenen Genossenschaft,
  • ein eigentumsähnliches Wohnrecht welches auf Dauer der Lebenszeit angelegt ist.

Wohn-Riester- Bedingungen für eine Förderfähigkeit

Der jeweilige Wohnraum muss vom Antragsteller zwingend selbst genutzt werden und zwar als Hauptwohnsitz. Dieser braucht sich nicht zwangsläufig in Deutschland zu befinden, sondern kann auch im gesamten Wirtschaftsraum und in allen Mitgliedstaaten der EU liegen. Ausgeschlossen für eine Förderung sind Wochenendwohnungen und Ferienhäuser.

Wohn-Riester (Eigenheimrente)- Die Förderung

Eine Förderung durch Wohnriester findet in der Regel über Spar- und Tilgungsbeiträge auf Bausparverträge oder im Rahmen von direkten Tilgungsleistungen auf ein Immobiliendarlehen statt. Durch die Zulagen ist die förderberechtigte Person schneller entschuldet und spart somit eine Menge an Zinsen.

Ziel für jeden sollte es sein die maximale Zulage zu erreichen. Dies ist gewährleistet wenn 4 Prozent des Vorjahres-Bruttoeinkommens abzüglich den errechneten Zulagen, höchstens jedoch 2.100 Euro jährlich, geleistet werden. Dies kann auf einen riesterfähigen Bausparvertrag oder direkt auf einen Kredit als Tilgung erfolgen. Zusätzlich ist es möglich diese Einzahlungen bei der Einkommensteuererklärung als Sonderausgaben zu deklarieren.

Wohnriester: Förderung im Überblick

Grundzulageledig154 Euro
verheiratet/
eingetr. Lebensgemeinschaft
308 Euro
KinderzulageKind geb. vor 2008185 Euro
Kind geb. nach 2008300 Euro
Start-Bonusjunge Sparer unter 25 Jahre200 Euro einmalig

Wohn-Riester oder Eigenheimrente- Die steuerliche Behandlung

Bei der Besteuerung wird die so genannte nachgelagerte Besteuerung angewandt. Dazu wird eigens dafür ein „Wohnförderkonto“ angelegt. Hier werden sämtliche, im Laufe der Jahre anfallenden Entnahmebeträge, Tilgungsleistungen inklusive aller Förderungen (Zulagen)zusammengefasst. Damit Wohnriester vorzeitig genutzt und gleichzeitig mit anderen Riester-Produkten ein Gleichbehandlung erfolgt, wird dieses Wohnförderkonto jährlich mit 2 Prozent verzinst. Bei Renteneintritt wird der anfallende Betrag durch die verbleibenden Jahre bis zum 85. Lebensjahr geteilt und dieser Betrag jährlich versteuert. Wie hoch diese Steuerlast einmal sein wird hängt wesentlich vom persönlichen Steuersatz der einzelnen Person im Alter ab. Es ist auch möglich statt dieser beschriebenen Vorgehensweise eine Einmalbesteuerung zu veranlassen. Hier werden dann 70 Prozent des Gesamtbetrages einmalig besteuert.